Schule

Schulgesetz und Rahmenpläne:

Grundlage für die Arbeit der Schulen in Mecklenburg-Vorpommern ist das Schulgesetz MV.
Unter § 2 steht hier als Bildungs- und Erziehungsauftrag der Schule die Förderung der Schülerinnen und Schüler im Sinne kultureller Teilhabe beschrieben. Die Verbundenheit der Schülerinnen und Schüler zu ihrer kulturellen Umwelt ist zu fördern.
Die angemessene Förderung von Fähigkeiten, Interessen und Neigungen im Sinne der Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schüler sind laut § 4 zu gewährleisten.
Interkulturelle Erziehung und auch Medienerziehung sollen als Unterrichtsbestandteil und in außerunterrichtlichen Veranstaltungen angemessen berücksichtigt werden. (§ 5, Absatz 5).
Die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern ist in § 40 beschrieben. Hier steht, dass die Öffnung der Schulen gegenüber ihrem gesellschaftlichen Umfeld zu fördern ist.
Musik- und Jugendkunstschulen können laut § 133 die staatliche Anerkennung erlangen und erhalten somit finanzielle Unterstützung durch das Land.

Informationen zu den Rahmenplänen sind auf der Webseite des Bildungsservers Mecklenburg-Vorpommern zu finden.
Rahmenpläne u.a. für die Fächer Kunst und Gestaltung, Medienerziehung, Musik, Darstellendes Spiel und interkulturelle Erziehung : HIER

 

langfristige landesweite Projekte und Kooperationen:

künstler für schüler ist ein landesweites Projekt des Künstlerbundes Mecklenburg und Vorpommern e.V. im BBK. Entwickelt im Rahmen der Initiative „Kultur gegen Gewalt“ wird das Projekt vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg–Vorpommern unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten Erwin Sellering gefördert. künstler für schüler besteht seit 2001 und findet järhlich in Form von 35 Schulkooperationen landesweit statt.

Der Schulversuch Schulische Medienbildung in MV ist ein Projekt in Trägerschaft der LAG Medien MV und läuft über 3 Jahre an neun Schu­len im Land Mecklenburg-Vorpommern. Es wird medi­en­päd­ago­gi­sches Arbei­ten angeregt, aus­pro­biert, fest ver­an­kert, doku­men­tiert und zur Nach­nut­zung für alle Schu­len des Lan­des auf­be­rei­tet. Dar­über hin­aus wer­den Stan­dards for­mu­liert, wie schul­nahe Medi­en­bil­dung in M-V umge­setzt wer­den kann. Das Projekt besteht seit 2007.

 

Schulentwicklung:

Das an das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern angegliederte Insititut für Qualitätsentwicklung (IQMV) berät alle an Schule Beteiligten in Fragen des Unterrichts und der schulischen Erziehung und organisiert Aus- und Weiterbildungen für Lehrerinnen und Lehrer. Außerdem ist es für die Planung und Umsetzung von Evaluationen, Vergleichsarbeiten und Prüfungsauswertungen zuständig.

Die Serviceagentur „Ganztägig Lernen“ M-V begleitet und moderiert kommunale, regionale und länderübergreifende Schulnetzwerke. Sie bietet im Sinne der Ganztagsschulentwicklung unter anderem Fortbildungen, Fachtagungen und Multiplikatorentraining an und stellt Informationen und Material zur Verfügung. Mitarbeiter der Serviceagentur sind Lehrkräfte und Pädagogen, die in Ganztagsschulen tätig sind und dadurch wichtiges Basiswissen einbringen. Die Serviceagentur ist ein Angebot der Regionalen Arbeitsstelle für Bildung, Integration und Demokratie M-V (RAA) mit Sitz in Waren (Müritz).

 

Programme:

Mit dem Programm „Schule plus“ werden landesweit Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Partnern gefördert. Hier werden unterrichtsergänzende Bildungsangebote für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 in der schulfeien Zeit unterstützt, wobei die Angebote Fertigkeiten und Fachkenntnisse oder berufliche Vorerfahrungen vermitteln sollen. “Schule plus“ ist ein gemeinsames Programm des Landes Mecklenburg-Vorpommern, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung und der RAA und wird finanziert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF)

 

Verwaltungsvorschriften:

Die Verwaltungsvorschrift „Errichtung und Betrieb von vollen Halbtagsschulen und Ganztagsschulen in Mecklenburg-Vorpommern vom 14.04.2014 regelt die Budgetierung im Rahmen der Realisierung von Unterricht ergänzenden Angeboten. Ganztagsschulen ist es dadurch möglich, zusätzliche Lehrerwochenstunden für Unterricht ergänzende Angebote auch in Form von finanziellen Mitteln in Anspruch zu nehmen. Dadurch können die Schulen ihren außerschulischen Kooperationpartnern für die Durchführung von Angeboten eine Vergütung zahlen.
Die Handreichung zur Budgetierung sowie Muster-Kooperationsverträge und weitere Infos sind zu finden auf dem Bildungsserver: HIER.

Die Verwaltungsvorschrift zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an den Schulen vom 30.Mai 2008 verfolgt als zentrales Ziel den Erwerb von Gestaltungskompetenz, der zukünftigen aktiven Teilhabe der Schüler/innen. Damit wird am Partizipationsgedanken der Agenda 21 angeknüpft.
Die Vorschrift beschreibt auch die Aufgabenfelder der 4 Regionalberater in den Schulamtsbereichen und der als Schulberater für nachahltige Entwicklung eingesetzten Lehrkräfte an den Schulen.

Die Verwaltungsvorschrift Lernen am anderen Ort, die im September 2010 durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V erlassen und im Jahr 2013 überarbeitet wurde, beinhaltet u.a. die rechtlichen Rahmenbedingungen für Angebote im Rahmen der Schule, die nicht im Schulhaus stattfinden, wie Schulwanderungen oder Klassenfahrten.