Rahmenbedingungen

Hier finden Sie die allgemeinen Rahmenbedingungen für die Kulturelle Kinder- und Jugendbildung in Mecklenburg-Vorpommern.


Verbände und Organisationen:

Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung MV e.V.
Die LKJ MV wurde 1992 gegründet und engagiert sich zusammen mit ihren Mitgliedern im Bereich der kulturellen Kinder- und Jugendbildung. Seit 2008 koordiniert die LKJ MV das FSJ Kultur im Bundesland und ist Mitglied in der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V. (BKJ).

Landesverband für Populäre Musik und Kreativwirtschaft MV e.V. (PopKW)
PopKW beschäftigt sich mit der Förderung populärer Musik an der Schnittstelle zwischen Kunst, Kultur, Wirtschaft und Wissenschaft. Der Verein hat sich zur Aufgabe gemacht, die Rahmenbedingungen für Musikerinnen und Musiker Populärer Musik im Kontext der Kreativwirtschaft zu verbessern und engagiert sich für die Belange kultureller Kinder- und Jugendbildung in MV. PopKW ist Träger der Koordinationsstelle des Netzwerks Kulturelle Kinder- und Jugendbildung MV.

 

Landesförderungen und Richtlinien:

Kulturförderrichtlinie M-V

Kooperationsvereinbarung vom Landesverband der Bibliotheken des Landes Mecklenburg-Vorpommern

Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Medienkompetenz in Mecklenburg-Vorpommern

Richtlinie zur Förderung von Landesjugendverbänden in Mecklenburg-Vorpommern

Richtlinie zur Förderung der internationalen Jugendarbeit in Mecklenburg-Vorpommern

 

gesetzliche Rahmenbedingungen:

Laut Kinder- und Jugendförderungsgesetz – KJfG M-V zählt kulturelle Bildung zu den Schwerpunkten der Kinder- und Jugendarbeit. (§2 Abs. 4)

Die Bildungskonzeption für 0 bis 10jährige,erarbeitet durch das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur MV, für die Arbeit von pädagogoischen Fachkräften in Kita und Tagespflege, widmet sich im Bildungs- und Erziehungsbereich, Kapitel 4 der Musik, Ästhetik und bildnerischen Gestaltung.
Die Bildungskonzeption ist mit den Rahmenplänen der Grundschulen abgestimmt.

 

Koalitionsvertrag der Landesregierung:

Die im September 2016 gewählte Landesregierung beschreibt in der Koalitionsvereinbarung zwischen den Fraktionen der CDU und der SPD des Bundesandes:

  • dass Kultureller Bildung im Bildungskontext eine herausgehobene Position zukommt, wobei insbesondere Angebote in den Ganztagsschulen gefördert werden sollen und geprüft wird, wie eine Einbindung von Künstlerinnen und Künstlern in den Kunstunterricht möglich ist. (259),
  • dass die Musikschulen weiter auf hohem Niveau gefördert werden. (260),
  • dass der Landeskulturrat seine Arbeit fortsetzt und dazu unter Einbindung der Kreiskulturräte neu berufen wird. (274),
  • dass im Sinne der Stärkung von Kultureller Bildung für SchülerInnen das Unterrichtsfach „Darstellendes Spiel“ angeboten werden kann, um auch die Kooperationen mit den Theatern des Landes zu verbessern. (229),
  • dass „Informatik und Medienbildung“ als eigenständiges Unterrichtsfach ab Klasse 7 angeboten werden kann und das digitale Unterrichtshilfeportal weiter ausgebaut wird. (216),
  • dass die Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in den zu überarbeitenden Rahmenplänen angemessen berücksichtigt wird und daß BNE Partner verbindliche Kooperationen mit Ganztagsschulen eingehen können.(223),
  • dass bis zu 10.000 zusätzliche SchülerInnen Ganztagsangebote in Schulen, insbesondere an Grundschulen, annehmen können und der Weg für inklusive Ganztagsschulen mit multiprofessionellen Teams bereitet wird. (217),
  • dass sich die Koalitionspartner zur „Kooperationsvereinbarung zur Förderung der Medienkompetenz in Mecklenburg-Vorpommern“ bekennen, welche die verantwortungsvolle Digitalisierung der Gesellschaft als besondere Herausforderung beschreibt. (215)

 

Bildungsbericht 2011:

Im ersten Bildungsbericht des Landes MV 2011 wird deutlich gemacht, dass besonders an den Regionalen Schulen ein Mangel an Lehrkräften für das Fach Kunst und Gestaltung herrscht.
Besonders erwähnt wird die Lese- und Literaturförderung durch Kinderbuchautorenlesungen, Lesepatenschaften und Einbeziehung von Zeitungen in den Kitas.
Unter Punkt 3.3 „Kompetenz fördern“ wird besonders auf die Lesekompetenzförderung an den Schulen des Landes eingegangen. Erwähnt werden hier Kooperationen zwischen Schulen und Bibliotheken.
Unter Punkt 4.4 „Schulen zur Förderung besonderer Begabungen“ finden neben den Schulen mit individueller Hochbegabtenförderung, Sportförderung und naturwissenschaftlicher Förderung auch die 3 Musikgymnasien des Landes Erwähnung.
Auf die Teilnahme an Wettbewerben wird unter Punkt 4.5 „Leistungen an Wettbewerben“ eingegangen. Hier werden auch Wettbewerbe im sprachlich-literarisch-künstlerischen Aufgabenfeld, wie „Jugend musiziert“ oder „Kinder zum Olymp“ erwähnt, an denen Schulen aus Mecklenburg-Vorpommern teilnehmen.

Kommunale Bildungsberichte finden Sie hier.

 

Programme:

Freiwilliges Soziales Jahr Kultur (FSJ Kultur)
Das FSJ Kultur ist bundesweites Programm, welches Jugendlichen zwischen 16 und 26 Jahren die Möglichkeit gibt, freiwillig ein Jahr im Bereich der Kultur oder kulturellen Bildung zu arbeiten. In diesem Bildungsjahr ermöglichen Kulturpraxis, eigenverantwortliche Projektarbeit und Seminare Persönlichkeitsbildung und Kompetenzentwicklung. Gefördert wird das FSJ Kultur in Mecklenburg-Vorpommern durch das Land. Die Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbidlung (BKJ) und die Landesvereinigungen Kulturelle Jugendbildung (LKJ) sind Träger des FSJ Kultur. In Mecklenburg-Vorpommern arbeiten ab dem 01.09.2012 insgesamt über 50 Jugendliche an ca. 35 Einrichtungen im Land im Rahmen des FSJ Kultur.